Sie können es doch noch!
ESV Turbine Rostock (Landesliga, Männer)
Von: Andreas
Am 07.11. durften die Landesligisten des ESV Turbine Rostock den Weg ins weit entfernte Bad Doberan antreten. Um gegen den heimischen Tabellenzweiten Doberaner SV und de vierten GW Wismar anzutreten.
Nachdem es personell im Vorfeld neun absagen gab, haben sich doch noch sechs richtige gefunden. Darunter sind auch zwei Zuspieler, sodass wir frei nach dem Motto:"Wir nehmen was da ist!" 4:2 spielen mussten.
So ging es ins erste Spiel der Gastmannschaften, unser Zuspieler Martin feiert sein Debüt im viel zu großen Turbinetrikot. Mit einer ruhe die man in dieser Mannschaft selten gesehen hat begann das Spiel. Zur Überraschung aller dominierten wir den ersten Satz aus einer sicheren Annahme heraus. Die angreife nagelten einen Ball nach dem anderen aufs Parkett der Wismarer. Auch zwei kurze Schwächephasen in der Mitte des Satzes konnten mit dem Erhalt eines Vorsprunges überwunden werden. Den Wismarern wollte nicht einfallen wie sie die guten Angriffe entschärfen konnten. So ging der erste Satz völlig verdient mit 25:20 an uns.
Im zweiten Satz fiel Wismar doch noch ein wie man Volleyball spielt, sodass wir völlig überrascht waren von der auf einmal aufblühenden Gegenwehr. Dies zeigte sich auch in unserem Spiel, die Annahme wackelte immer mal wieder, der Angriff war nicht mehr so effektiv und das Abwehrverhalten war fast nicht mehr vorhanden. Gegen Ende des Satzes haben wir uns dann wieder gefangen, aber leider zu spät, sodass der Satz mit Recht an Wismar ging(14:25).
So im dritten Satz wollte wir alles ändern, Aufstellungsschwierigkeiten und Abspracheprobleme wurden in der Satzpause angesprochen und gelöst. Der Dritte Satz begann und es war ein Duell auf Augenhöhe, die Führung wechselte mehrere Male. Mitte des Satzes konnten wir uns dann absetzen 16:11 die Führung. Doch dann hingen wir in einer Position fest, es wollte nichts mehr klappen, auch Auszeiten brachten nicht den gewünschten Erfolg. Wismar kam ran überholte uns und gewann auch diesen Satz knapp mit 23:25.
So nun musste es mal wieder fünf Sätze zum Sieg werden, leider sah unser Spiel überhaupt nicht mehr nach Siegeswillen aus. Den Anfang des Satzes haben wir total verpennt, sodass wir schnell einem 12 Punkte Vorsprung hinterher laufen mussten. Am Ende des Satzes haben wir uns wieder gefangen und sind etwas ran gekommen, leider viel zu Spät, sodass Wismar auch diesen Satz (15:25) und damit auch das Spiel gewonnen hat.
Mit der Aussage: "Da war eindeutig mehr drin!" haben wir das Spiel bei ein paar Kaltgetränken und Lungenbrötchen hinter uns gelassen. Nun mussten wir pfeifen, beim Spiel des Gastgebers gegen Wismar, gab es einen Glasklaren 3:0 Erfolg für die Gäste. Glückwunsch zu zwei Siegen.
Soo warm machen fürs letzte Spiel des Tages, ein Sieg muss her sonst wird der Abstiegskampf mehr als schwierig. Nachdem wir von all unseren Wechseloptionen Gebrauch gemacht haben, starteten wir mit den selben sechs Kriegern. Wie auch m ersten Spiel zeigten wir einen nahezu fehlerfreien Satz welchen wir mit viel Angriffs-härte und Kampf verdient mit 25:21 für uns entscheiden konnten.
Der zweite Satz begann genau so gut wie wir den ersten beendet haben, wir konnten uns ein paar Punkte absetzen, der Satzgewinn schien zum Greifen nah. Leider kam beim Stand von 17:13 unser schwächster Annahmeriegel zum Vorschein. Es funktionierte nichts mehr, die Annahme wurde schwammig die Angriffe Harmlos. Ein starker Doberaner Block tat zu diesem Zeitpunkt das seinige und die Bälle blieben auf unserer Seite auch zweit Auszeiten halfen nicht. Erst beim 17:24 konnten wir uns befreien. Ehe dann der Satz mit 20:25 an den Gastgeber ging.
Nun nur nicht den selben Fehler machen wie gegen Wismar. So starteten wir in den dritten Satz und wir waren von beginn an wach. Wir spielten unsern Stiefel und setzten uns nach und nach immer weiter ab. Auch unser Angstaufstellung konnten wir ohne größere Schäden überwinden. So ging dieser Satz völlig verdient mit 25:21 an den ESV.
In der Satzpause kam eine deutliche Ansage: "Wir müssen den nächsten Satz gewinnen, einen fünften halten wir nicht durch!" Dies war nun jedem bewusst. Wir spielten wie im Satz zuvor hochkonzentriert. Höhepunkt des Satzes war als der kleine Martin einen Monsterblock hingelegt hat. Dies hinterließ auch beim Gegner Wirkung. Auch die Diskussionen mit dem Schiedsrichter beider Kapitäne häuften sich. Da die übers Spiel verteilten relativ häufigen Fehlentscheidungen nicht auch den letzten Satz entscheiden sollten. Wir setzen uns vom Gastgeber ab ehe dann der Sieg 25:21 besiegelt werden konnte, dieser wurde auch lauthals von Fans und Spielern gefeiert.
Danke noch einmal an die Fans für die Unterstützung es ist toll, dass ihr den Weg auf euch genommen habt.
Schon am 28.11. geht es in der heimischen Halle weiter, wir empfangen die Mannschaften des SV Warnow 90 und des SKV Müritz. Dann könnt ihr euch auch wieder über Georgs lyrische Ergüsse freuen (hoffe ich zumindest).
Die Glorreichen sechs Turbinisten: Jensen, Jan, Paul, Martin, Ducken und Andreas
Weitere Infos unter: http://www.esv-turbine.de/index.html
Hinweis: Der vorliegende Spielbericht gibt ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder.